Geld ist im Grunde ein unabgeschlossener
Aktionszyklus.
Ein Aktionszyklus
ist die Handlung, etwas zu beginnen, es durchzuziehen und es abzuschliessen.
Ein Tauschhandel führt sofort zu einem abgeschlossenen Aktionszyklus. Eine Partei tauscht
zum Beispiel mit einer anderen 20 kg Kartoffeln gegen 1 kg Fleisch. Sobald
beide Parteien ihre Waren getauscht haben, ist der Handel abgeschlossen.
Mit dem Geld ist nun ein Zwischenschritt eingebaut
worden, ein Via. Man tauscht via Geld. Ich verkaufe z.B. 20 kg Kartoffeln und
erhalte dafür Fr. 20.- und verwende diese zu
einem späteren Zeitpunkt, um 1 kg Fleisch zu kaufen. Erst dann ist der
Aktionszyklus für mich abgeschlossen.
Unnötig zu sagen, dass mit der Erfindung des Geldes
ein Aktionszyklus nun endlos in die Länge gezogen werden kann.
Eine Ökonomie kann gut laufen oder eben nicht. Wenn
sie gut läuft, werden Aktionszyklen schnell erledigt – einschliesslich dem
Bezahlen der Rechnungen. Mit anderen Worten sind wir interessiert daran, dass
das Geld schnell fliesst und nicht hängen bleibt, weil es stets
unabgeschlossene Aktionszyklen repräsentiert.
Geld ist meines Erachtens die genialere Erfindung
als das Rad.
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