Dienstag, 2. November 2010

Geld – Was ist es?


Geld ist im Grunde ein unabgeschlossener Aktionszyklus.

Ein Aktionszyklus ist die Handlung, etwas zu beginnen, es durchzuziehen und es abzuschliessen.

Ein Tauschhandel führt sofort zu einem abgeschlossenen Aktionszyklus. Eine Partei tauscht zum Beispiel mit einer anderen 20 kg Kartoffeln gegen 1 kg Fleisch. Sobald beide Parteien ihre Waren getauscht haben, ist der Handel abgeschlossen.

Mit dem Geld ist nun ein Zwischenschritt eingebaut worden, ein Via. Man tauscht via Geld. Ich verkaufe z.B. 20 kg Kartoffeln und erhalte dafür Fr. 20.- und verwende diese zu einem späteren Zeitpunkt, um 1 kg Fleisch zu kaufen. Erst dann ist der Aktionszyklus für mich abgeschlossen.

Unnötig zu sagen, dass mit der Erfindung des Geldes ein Aktionszyklus nun endlos in die Länge gezogen werden kann.

Eine Ökonomie kann gut laufen oder eben nicht. Wenn sie gut läuft, werden Aktionszyklen schnell erledigt – einschliesslich dem Bezahlen der Rechnungen. Mit anderen Worten sind wir interessiert daran, dass das Geld schnell fliesst und nicht hängen bleibt, weil es stets unabgeschlossene Aktionszyklen repräsentiert.

Geld ist meines Erachtens die genialere Erfindung als das Rad.